Neoliberalismus

Neoliberalismus & freie Marktwirtschaft

Neoliberalismus
Neoliberalismus

Der Neoliberalismus ist ein Denkmuster des Liberalismus.

Die Forderungen des klassischen Liberalismus werden aufgegriffen, das Konzept allerdings ist aufgrund der Erfahrungen mit dem Laissez-Faire- Liberalismus, sozialistischem Zentralverwaltungswirtschaften und dem konzeptionslosen Interventionsmus. Der spätestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts die Wirtschaftspolitik der meisten marktwirtschaftlichen Ordnungen kennzeichnet, korrigiert.

Betont wird wieder die Ordnungsabhängigkeit des Wirtschaften und die Bedeutung privatwirtschaftlicher Initiative. Diese ist stärker als im klassischen Liberalismus. Dabei wird berücksichtigt, dass der Wettbewerb durch privatwirtschaftliche Aktivitäten bedroht ist. Weil sich ihm die Marktteilnehmer durch die Erlangung von Marktmacht zu entziehen versuchen. Von daher soll der Staat den freien Wettbewerb aktiv vor dem Entstehen privatwirtschaftlicher Marktmacht, wie auch vor staatlicher verursachter Marktvermachtung schützen.

Neoliberalismus bedeutet soviel wie neue Freiheit

Der Begriff Neoliberalismus setzt sich aus dem altgriechischen Wort neos für neu und dem lateinischen Wort liberalis für Freiheit zusammen. Und bedeutet damit entsprechend eine neue Freiheit. Diese Form des Liberalismus verwendet man neben der wirtschaftlichen Bedeutung auch im politischen Sinne. Die Bezeichnung wurde zum ersten Mal von Bernard Lavergne, einem französischen Ökonom, auf dem Colloque Walter Lippmann benutzt (aufgrund eines Vorschlags von Alexander Rüstow).

Dieser Begriff bezeichnet einen dritten Weg- neben dem Kommunismus und dem Kapitalismus. Dabei setzt er sich alles andere als nur deutlich von den anderen Weg ab. Sondern verhält sich diesen feindlich gegenüber. Der Kernpunkt der These zum Neoliberalismus war die Forderung, dass die Regierung eines Landes bloß dann in die Wirtschaft eingreifen sollte, wenn Fehlentwicklungen die Wirtschaft bedrohten.

Neoliberalismus in Deutschland

In Deutschland gewann diese Form des Liberalismus von den 1930-zigern und 1940-zigern Jahren große Bedeutung. Er bildete eine theoretische und wesentliche Basis für die Soziale Marktwirtschaft. Der Begriff Soziale Marktwirtschaft gewann an Einfluss, während der Neoliberalismus in diesem aufging. Erst um das Jahr 1970 wurde diese Form dieses Liberalismus wieder wichtig und erfuhr eine neue Bedeutung. Während der eigentliche Neoliberalismus ein Sozialwesen sah, dass sich aus einem kräftigen Markt heraus entwickelt. Sahen aber nur viele den Begriff eher negativ besetzt. Die Leute sahen die Bedeutung des Begriffs als Abschaffung einer sozialen Sicherheit zugunsten einer freien Wirtschaft.

Neoliberalismus in der heutigen Zeit

Diese Art des Liberalismus, wie man ihn heute sprachlich nutzt, hat lediglich wenig mit dem ursprünglichen Neoliberalismus zu tun. Sehr oft verwendet man diesen als politisches Schlagwort. Ganz besonders dann, wenn Verschiebungen zugunsten des Marktes erfolgen.

Unser Tipp: In der Öffentlichkeit ist das Image des Neo-Liberalismus heute eher negativ. Und man ihn sehr oft mit dem Liberalismus gleich. So setzt man den Begriff gerne ein, wenn die Staatsqoute reduziert wird und staatliche Ausgaben privatisiert sowie der Kapitalverkehr dereguliert wird.

Fazit: Der Neoliberalismus hat in der heutigen Zeit im Sprachgebrauch eher eine negative Haltung bei Politikern und Bürgern. Heute verwendet man Begriff fast nur noch im Zusammenhang, wenn Verschiebungen im Sinne der freien Wirtschaft erfolgen. Diese politische Richtung verachtet den Kommunismus und auch den Kapitalismus. Es geht darum die soziale Marktwirtschaft zu stärken, der sich aus einem noch stärkeren Markt entwickeln würde. Was hältst Du von dieser politischen Richtung in der heutigen Zeit? Welche Vorteile siehst Du im Kapitalismus oder gar im Kommunismus gegenüber dem Neoliberalismus?

Lese Dir gerne auch den Artikel Feudalismus zu diesem Thema durch.

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