Informationsökonomie – Angebot und Nachfrage

Informationsökonomie

Informationsökonomie

Die Informationsökonomie bildet mit den üblichen volkswirtschaftlichen Sektoren, Industrie, Landwirtschaft und Dienstleistungen einen vierten Sektor.

Auch kann man Informationsökonomie die Analyse von ökonomischen Systemen verstehen. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass die Wirtschaftssubjekte unter unvollständigen Informationen bezüglich Gegenwart und Zukunft handeln und entscheiden können.

Die wichtigen Ressourcen oder auch der zentrale Produktionsfaktor ist die von einem physischen Gut unabhängige Information, daher die Bezeichnung als Informationssektor. Informationsökonomie wird zudem als wirtschaftliche Dimension der Informationsgesellschaft betrachten.

Informationsökonomie Einteilung

Informationsökonomie kann in 5 Industriegruppen mit 5 Untergruppen eingeteilt werden:

  1. Bildung (Schulen, Hochschulen, Universitäten, Berufsschulen)
  2. Kommunikationsmedien (Radio und TV)
  3. Informationsmaschinen (Musikinstrumente)
  4. Informationsdienste (Medizin)
  5. Andere Informationsdienste (Forschung und Entwicklung)

Die Ökonomie der Informationen prägt die Informationsgesellschaft, die nach Alvin Toffler als dritte Welle der Stadientheorie beschrieben wird. Die erste Welle ist die Agrargesellschaft und die zweite Welle ist die Industriegesellschaft.

Unter dem Begriff Informationsökonomie lassen sich auch Ansätze der Markttheorie unter Unsicherheit zusammenfassen, die auch individuelle Entscheidungsprozesse als auch Marktgleichgewichtsfragen bei Marktunsicherheit (auch endogene Unsicherheit genannt) analysieren.

Unter der Annahme der asymmetrischen verteilter Information zwischen den Marktteilnehmern gibt es die Marktunsicherheit: Die Marktteilnehmer sind nicht (vollständig) über die für ihre jeweils geplante Transaktion günstigste Möglichkeit informiert. So sind zum Beispiel Güterpreise und Güterqualitäten alles andere als kostenlos, sondern bloß über die Aufwendung von Informations- bzw. Transaktionskosten zu erfahren.

Im Mittelpunkt von Informations-ökonomischer Ansätze stehen von daher Fragen der Informationsgewinnung und Informationsübertragung. Das Screening und Signaling stellen die Möglichkeiten zum Abbau von Informationsasymmetrien dar. Das Screening wird von den Nachfragern betrieben, die unter den Annahmen der Informationsökonomie aktiv nach Informationen suchen. Das Signaling bezeichnet die Aktivität der Anbieter gegenüber den Informationssuchenden, zum Beispiel in Form der Werbung.

Beide Vorgänge haben zum Ziel, durch die Unsicherheitsreduktion die Informationsbezogene Kooperationsbasis zwischen den Anbieter und Nachfrager zu optimieren. Diese Form der Ökonomie zielt auch darauf ab, dass Wissen des Anwenders zu erhöhen. Für dieses sogenannte Input-Gut ist allerdings durch Einsatz von Kosten notwendig, was allgemein unter dem Begriff Transaktionskostenökonomik zusammengefasst wird.

Durch die Ökonomie von Informationen werden alles andere als lediglich Informationsdefizite beseitigt und Asymmetrien beleuchtet, gleichermaßen werden Informationsprobleme geschaffen und auch ausgenutzt. Die Informationen dienen auch zur Koordination von wirtschaftlichen Aktivitäten, auf der andren Seite kann die Information und die Ökonomie der Informationen selbst als ein wirtschaftliches Gut angesehen werden. Durch die Informationsbedingungen werden maßgeblich die wirkungsvollen Organisationsformen und Selbststeuerungsmöglichkeiten bestimmt.

Unser Tipp: Es gibt verschiedene Modelle, die von Ökonomen erstellt wurden, um die Informationsdaten richtig nutzen zu können. Wichtig ist vor allem das mit Informationen und Daten richtig umgegangen wird und diese alles andere als missbraucht werden, wie zum Beispiel für Werbung.

Fazit: Die Informationsökonomie beschäftigt sich mit der Analyse von ökonomischen Systemen, unter der Berücksichtigung von wirtschaftlichen Subjekten in der Gegenwart und Zukunft, um Entscheidungen und Handlungen vollziehen zu können. Die Informationen dienen als wirtschaftliches Gut um Produkte und Dienstleistungen besser anbieten zu können. Es geht darum auch Informationsdefizite zu vermeiden und diese versuchen auszuschließen.

Was hältst Du von dieser Form der Ökonomie? Welche Vorteile und Nachteile siehst Du in dieser Art der Ökonomie?

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