Finanzindustrie

Finanzindustrie – die Entwicklung der Ökonomie

Finanzindustrie
Finanzindustrie

Wenn man in der heutigen Zeit die Zeitung durchblätter, so ist man rasch mit verschiedenen Begriffen konfrontiert.

Die bisher als nur als „Unworte“ galten, zumindest jedoch als ungewöhnlich oder unseriös. Zu diesen Begriffen gehört auch das Wort Finanzindustrie (englisch: Finanical Industry). Dieser findet sich in Zeitungsberichten, Pressemitteilungen, Fernsehberichten und im Internet. Allerdings kaum in offiziellen Verlautbarungen oder in wissenschaftlichen Publikationen.

Einige Ausnahmen bilden allerdings die Bücher: Der gute Kapitalismus von Autor Sebastian Dullien oder das Buch: Interessen der Finanzindustrie von Christian Kellermann und Hanjörg Herr. Oder Freiheit statt Kapitalismus von Sahra Wagenknecht. Wo man diesen Wort Finanzindustrie als Synonym für einseitig Finanzinstitute nutzt. Im Lexikon kennen diesen Ausdruck bis jetzt aber genauso wenig, wie offizielle Dokumentationen. Wie zum Beispiel die Deutsche Bundesbank des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) oder der Europäischen Zentralbank (EZB). Dass der Begriff dennoch schnell bekannt wurde, ist eventuell darauf zurückzuführen, dass er ein neuartiges Phänomen der Ökonomie herausstreicht. Und besser als jede andere Kategorie auf dem Begriff bringt. Besonders wegen seiner kategorialen Breite und relativen Unbestimmtheit. Jedoch auch wegen der Kombination zweier vermeintlichen gegensätzlicher Kontexte unter dem Dach eines Begriffs.

Der Begriff Finanzindustrie oft ein Unwort

Als übergreifendes Gegenwort für die Geld- und Finanzbranche umschließt das Wort Finanzindustrie alle finanziellen Dienstleister. Also alles andere als nur die Sparkassen, Banken, Versicherungen etc. Sondern auch die geschäfts-vermittelnden und geschäfts-begleitenden Ratingagenturen, Kontrollinstitutionen und Intermediäre, usw. Das bedeutet, die ganze Bandbreite einseitiger und finanzieller Institutionen und Prozesse verringert man hier vollständig undifferenziert und unterschiedslos unter einem Begriff. Dadurch bekommen Finanzen und Geld, welche in der üblichen Ökonomie unterschiedlichen Bestimmungen unterliegen, eine allgemeinere Bedeutung und ein  höheres Gewicht beigemessen.

Die Finanzindustrie wird häufig zu verallgemeinert

Auf der anderen Seite stellt der Fachbegriff „Industrie“ in Verbindung mit dem Finanzwort eine ungwöhnliche und auf den ersten Blick irritierende Wortverknüpfung dar. Werden dort beide Begriffe gewöhnlich als repräsentativen zweistelligen und einander ausschließender Bereiche, als Handelnde der Geld- oder Realsphäre wahrgenommen. Hier allerdings, im Wort Finanzindustrie fällt beides zusammen. Deshalb erreicht das Finanzwort eine komplett neue Relevanz. Im engeren Sinne legt diese Wortwahl nahe, dass an die Stelle der „alten“ Industrie nun eine „neue“ Industrie“ getreten ist. Das sich eine ökonomische Transformation vollzogen hat. Eine Veränderung von Industriekapitalismus zum Finanzkapitalismus.

Unser Tipp: Die Wortverknüpfung Finanzindustrie erweist sich von daher auf den zweiten Blick als durchaus sinnvoll. Und den veränderten Gegebenheiten zeigt es sich als unparteiisch. Der Begriff breitet sich von daher weiterhin aus. Und im Sprachgebrauch zunehmend durchsetzen, laut einigen Experten.

Fazit: Das Wort Finanzindustrie ist ein noch ganz neuer und frischer Begriff. Dieser Begriff stellt man leider als zu oft sehr negativ dar, weil man ihn oft mit den Banken oder Sparkassen in Verbindung bringt. Allerdings ist das Wort eine Zusammensetzung aus den Wörtern Finanzen und Industrie. Und bezeichnet somit Bereiche, die sich mit Geld und Finanzen beschäftigen. Deshalb ist schwer diesen Begriff genau zu differenzieren, weil dieser bisher noch keine eigenständige Definition erhalten hat. Was hältst Du von der finanziellen Industrie? Welche Vorteile siehst Du in der Digitalisierung von Arbeitsabläufen in der Arbeitswelt?

Lese Dir gerne auch den Artikel Finanzdienstleistung zu diesem Thema durch.

 

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