Kompetenztraining & Verhaltensweisen

soziales Kompetenztraining

soziales Kompetenztraining

Soziales Kompetenztraining ist ein wichtiger Teil der Verhaltenstherapie und bezeichnet dort verschiedene Methoden, um das Verhalten des Betroffenen zu verändern. Damit sollen die sozialen Fähigkeiten, also die zwischenmenschlichen Fähigkeiten verbessert werden.

Soziales Kompetenztraining findet bei verschiedenen Gruppen statt, wie zum Beispiel bei Menschen mit sozialen Problemen oder bei Strafgefangenen und anderen Menschen, die auffällige Verhaltensweisen an den Tag legen. Aber es wird zu Erhöhung der Teamfähigkeit oder der Softkills angewandt. Es kann nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.

Defizite bei sozialen Kompetenzen

Soziales Kompetenztraining wird wichtig bei den Menschen, die Defizite bei ihren sozialen Kompetenzen aufweisen. Die Ursachen für diese Defizite werden zwischen biographischen und situationsbezogenen Ursachen unterschieden. Zu den situationsbezogenen Ursachen gehören, situationale Überforderung, ungünstige emotionale Verarbeitung, ungünstige kognitive Verarbeitung, ungünstige Verhaltensweisen und ungünstige Verhaltenskonsequenzen. Zu den biographischen Ursachen gehören: soziale Überforderung (äußere Umstände), Verhaltensdefizite (fehlende Übung), erworbene soziale Ängste (z B. Existenzängste), inkompetente Verhaltensgewohnheiten und erworbene dysfunktionale Überzeugungen.

Verhaltensdefizite können zum Beispiel sein, nicht Nein sagen zu können, also bei hilfsbereiten Menschen, die es nicht wagen nein zu sagen und immer alles machen müssen und deshalb oft gestresst sind. Denjenigen fehlt die Übung nein sagen zu können. Situationale Überforderung haben viele Menschen, die im Beruf mit ihren Aufgaben überfordert sind, aber auch Menschen, die jemand pflegen, haben oft das Gefühl mit der Situation überfordert zu sein. Eine ungünstige emotionale Verarbeitung ist zum Beispiel ein Trauma (= Wunde) nicht richtig verarbeitet zu können oder überwinden zu können.

Gründe für ein Kompetenztraining

Eine ungünstige kognitive Verarbeitung ist zum Beispiel vom Verstand etwas nicht verarbeiten zu können, zum ein Fehler bei einer wichtigen Aufgabe, nicht verzeihen zu können. Ungünstige Verhaltensweisen sind u. a. Wut, Aggressivität und Gewalttätigkeit. Die ungünstigen Verhaltenskonsequenzen können sein: zum Beispiel sich nicht entschuldigen können, für sein Verhalten aber auch die Selbstbestrafung und Selbstverletzung und die Belohnung des eigenen Verhaltens. Soziale Überforderung kann sein: die Entfremdung von der Familie und Freunden, aber auch die Überforderung als Mutter oder Vater.

Soziale Ängste können neben der Existenzangst auch die krankhafte Schüchternheit und die Angst vor dem Auftreten in der Öffentlichkeit sein. Die inkompetente Verhaltensgewohnheiten sind u. a. Liebeswahn (Stalking) oder Schizophrenie und erworbene dysfunktionale Überzeugungen sind u.a. die unpraktischen Überzeugungen oder auch im sexuellen Bereich, von Menschen, die eine falsche Überzeugung von Missbrauch und Vergewaltigung haben.

Unser Tipp: Es ist wichtig sich mit seinen eigenen Verhalten auseinander zu setzen, um so herauszufinden, was am Verhalten konkret geändert werden muss, damit das Sozialverhalten positiv verbessert werden kann? Du solltest Dich selber bitte einmal fragen: Welche Verhaltensarten will ich ändern? Was stört mich selber enorm?

Fazit: Soziales Kompetenztraining ist ein der Bereich der Verhaltenstherapie. Dabei sollen Verhaltensmuster geändert werden und aufgelöst werden. Wie zum Beispiel Ängste überwinden, aber auch Verhaltensauffälligkeiten, wie zum Beispiel Zwangsstörungen. Damit die sozialen Fähigkeiten wieder verbessert werden. Oder um Verhaltensgewohnheiten, wie Schüchternheit oder Lampenfieber zu ändern um das Selbstbewusstsein steigern. Also es geht darum auch die negativen Glaubenssätze zu verändern oder aufzulösen.

Welche Eigenschaften stören Dich konkret? Was willst daran ändern?

Lese Dir hierzu auch gerne den Artikel Glaubenssätze auflösen zu diesem Thema durch.