Hilfe in der Tiefenpsychologie

Psychoanalyse

Psychoanalyse

In diesem Artikel geht es um die Entwicklung und Bedeutung der Psychoanalyse in der Therapie und wird genau erklärt.

Der Analytiker bemüht sich dabei, die zu ihm eingestellte Übertragungen von typischen emotionalen Mustern oder Motiven des Patienten aufzufangen und ihre Bedeutung während der Psychodynamik des Patienten zu deuten, um dadurch eine Veränderung der Muster zugänglich zu machen (Übertragungsanalyse). Während der analytischen Behandlung kommt auch die Traumanalyse zur Anwendung.

Psychoanalyse als Therapie

Ganz genau gesehen ist die Psychoanalyse ein psychotherapeutisches Behandlungsverfahren. Im Gegensatz zu einer Verhaltenstherapie, beispielsweise zählt die Psychoanalyse zu den aufgedeckten Therapien. Es wird versucht dem Patienten ein vertieftes Verständnis der Ursachen (oft unbewusst) im Zusammenhang mit seinem Leiden zu vermitteln. Dies ist oft auch mit dem Begriff der Einsicht verbunden. Es geht um die weitergehende Umstrukturierung der Persönlichkeit und ganz besonders um das Gefühlsleben in den Beziehungen, die zur Aufrechterhaltung psychopathologischer Faktoren (persönliche Eigenschaften, Symptome) teilhaben.

Die gewöhnliche Psychoanalyse findet in der Behandlung in drei bis fünf Sitzungen pro Woche statt, eine Sitzung dauert eine Stunde. Häufig sind mehrere Jahre für eine Analyse notwendig. Der Patient wird Analysand genannt. Er liegt auf einer Couch und sagt so gut wie alles, was ihn in dem Sinn kommt. Alles was ihn bewegt (freies Assoziieren). Der Psychoanalytiker sitzt hinter dem Patienten und hört mit einer Haltung von gleich-schwebender Aufmerksamkeit zu. Er teilt seinem Patienten dabei die gewonnenen Erkenntnisse mit (Deutung), die während des psychoanalytischen Prozesses gewonnen wurden. Wann die Deutung getan wird, ist dem Analytiker zu überlassen. In der Regel entscheidet er sich immer für eine passende und günstige Situation.

Es gibt neben der „großen“ psychoanalytischen Therapie, die bis zu 300 Sitzungen innehat auch die kürzer dauernden tiefenpsychologischen Therapieformen, die weit verbreitet sind. Dabei sitzen sich Patient und der Analytiker gegenüber und treffen sich ein bis zweimal wöchentlich. Es gibt auch noch die Fokaltherapien und auch Kurzzeittherapien, bei denen wird versucht, ein mittiges, mehr oder weniger genau umschriebenes Problem zu haben und aufzulösen. Dabei sind in der Regel 20 bis 30 Sitzungen notwendig. Und es gibt auch noch die psychoanalytische Psychotherapie mit ein bis zwei Sitzungen in der Woche.

Es gibt auch Methoden zur Behandlung von speziellen psychischen Störungen, die entwickelt wurden. Eine Psychoanalyse kann sowohl bei Kindern und Jugendlichen, als auch bei Erwachsenen angestrebt werden. Weiterhin gibt auch psychoanalytische Familien- und Paartherapien, Gruppenanalyse und auch stationäre psychodynamische Therapien und psychoanalytische gesteuerte Supervision.

Unser Tipp: Ängste und auch Zwänge können mit einer Psychoanalyse behandelt werden. Aber auch Depressionen und Burnout können mit einer besonderen Form der Analyse behandelt werden. Deshalb suche dir einen Therapeuten heraus, der die helfen kann. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Behandlungen einer Psychoanalyse in der Regel.

Fazit: Die Therapie der Psychoanalyse ist sehr hilfreich, um das Verhalten und die Gefühlslage des Patienten zu verstehen und richtig zu deuten. Und so können auch Verhaltensveränderungen herbeigeführt werden. Eine tiefgehende Psychoanalyse ist sehr langwierig und kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Aber es gibt auch Kurzzeitanalysen, die in wenigen Sitzungen helfen können.