Lustprinzip

Lustprinzip

Das Lustprinzip ist ein Begriff der klassischen psychoanalytischen Theorie. Und bezeichnet das Streben des Es nach sofortiger Befriedigung der ihm innewohnenden elementaren Triebe. Oder auch die Befriedigung der Bedürfnisse.

Indem dies passiert, entlädt sich die Triebspannung. Und den somit verbundenen Unlust-Gefühlen wird ausgewichen. Dieses Prinzip bedeutet letztlich, dass die Gesamtheit der psychischen Aktivität zum Ziel hat, Unlust zu vermeiden. Und sich schlussendlich nur Lust zu verschaffen. Das Lustprinzip ist eines der beiden Prinzipien, die das psychische Geschehen beherrschen. Wobei der komplementäre psychische Wirkmechanismus das Relaitätsprinzip bildet.

Das Lustprinzip stammt von Freud

Zum Anfang bezeichnete Sigmund Freud dies auch als Unlustprinzip. Denn die Motivation beruhe nach Freud auf der aktuellen Unlust. Also nicht auf die Aussicht auf zu erreichende Lust. Wobei es sich dabei um einen automatisierten Regulationsmechanismus handelt. Hier greift Freud auf Fechner zurück. Jedoch später gelangte Freud zum Prinzip der Lust. Wobei jedoch eine unklare Definition von Lust und Unlust zu betrachten ist.

Er ordnete beide zunächst der ökonomischen Betrachtung des psychischen Apparates unter. Zum Beispiel zur Spannungsverringerung und Spannungsanstiegsvermeidung. Oder auch im Zusammenhang seines Konstanzprinzips im Sinne einer Konstanthaltung. Später fing Freud an dieses zu relativieren. Wobei unterschiedliche klinische Beobachtungen der Ausgangspunkt gewesen sind. Die mit diesem Prinzip nicht vereinbar waren. Wie beispielsweise der Wiederholungszwang (Wiederholen von Unlust).

Freud bezieht das Lustprinzip besonders in seinen späteren Arbeiten auch alles andere als mehr ausschließlich auf sexuelles Lustempfinden. Sondern macht es für jede Form von Bedürfnissen oder Mängeln verantwortlich. Die ein Lebewesen ausgleichen muss, um sich und seine Art zu erhalten.

Lustprinzip im Zusammenhang mit Verdrängung

Die Lust und Unlust stehen im Zusammenhang mit dem bekanntesten Abwehrmechanismus der Verdrängung. Es ist in dies ein psychischer Vorgang. Mit dem die mit einem Trieb verknüpften Vorstellungen im Unbewusste abgeschoben werden. Es kommt zu Verdrängung. Wenn dem Trieb entgegengesetzte Forderungen (des Über-Ich) gegenüberstehen. Zum Lustgewinn durch die Befriedigung des Triebs würden somit Unlustgefühle aufkommen. Um dies zu verhindern, werden die Triebs-Vorstellungen verdrängt. Die Verdrängung ist auch ein normal-psychologischer Mechanismus. Der, der Bildung unbewusster Sachverhalte dient. Als auch ein pathologischer Vorgang, der besonders bei der Hysterie eine Rolle spielt.

Unser Tipp: Verdrängte Wünsche kommen unbeabsichtigt durch Symptome, Träume und Fehlleistungen wieder zum Vorschein. Auf der anderen Seite ist es ein Ziel der psychoanalytischen Therapie. Um verdrängte Inhalte auf dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein aufkommen zu lassen.

Fazit: Das Lustprinzip ist ein psychoanalytischer Ansatz von Sigmund Freud. Es geht im Gegensatz zum frühen Anfang, um viel mehr als nur um die sexuelle Befriedung. Es geht um die Befriedigung von Träume und Wünsche, die jedes Lebewesen hat. Dabei spiele die Bedürfnisse der Menschen oder Tiere eine wichtige Rolle, zum Beispiel das Trinkbedürfnis oder das Hungergefühl.

Wie findest Du dieses erschaffene Prinzip von Sigmund Freud? Welche Vorteile siehst Du im Lust-Unlust-Prinzip bei der psychischen Entwicklung?

Lese Dir gerne auch den Artikel Realitätsprinzip zu diesem Thema durch.