Johanniskraut

Johanniskraut

Das Johanniskraut (Hypercium perfortatum) wird auch als Tüpfel-Hartheu bezeichnet. Die Verwendung besonders als Heilpflanze. Im Volksmund auch Herrgottblut genannt.

Pflanzenteile vom Johanniskraut

Die Blüten vom Kraut enthalten bis zu 1,4 % das rote Farbstoff Hypericin. Die Aufnahme von Hypericin kann bei nicht pigmentierten weißen Weidentieren (z. B. Schafe, Pferde, Ziegen) nach der Strahlung durch das Sonnenlicht zu Hämolyseerscheinungen (Rotfärbung des Fells oder Haut) führen.

Das Kraut kommt weit verbreitet in Europa vor. Aber demzufolge in West-Asien und drittens Nordafrika. Es wächst häufig in Gebüschsäumen, an Wegen und Böschungen und an Waldrändern.

Aufgrund seiner Heilkräfte auch wirtschaftlich angebaut  dieses Johanniskraut

Zu gleichen Zeit gibt es auch den landwirtschaftlichen Anbau als Unkraut. Zur Herstellung von unterschiedlichen Präparaten wird auf Johanniskraut-Grundlage die Kultursorten vom Johanniskraut unter Feldanforderungen angebaut. Seit den 1990-er ist der landwirtschaftliche Anbau deutlich gestiegen. Das Johanniskraut gehört in Deutschland mit zu der am wichtigsten angebauten und verarbeiteten Arzneipflanze.

Schon in der Antike wurde das Johanniskraut als Heilpflanze genutzt. Auch heute wird es als pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von leichten bis mittel-starken depressiven Verstimmung oder auch bei nervöser Unruhe eingesetzt. Es werden äußerliche ölige Zubereitungen angewandt. Die Heilpflanze wurde 2014 von Wissenschaftlern der Universität Würzburg mit Nachweis auf das große medizinische Potenzial zur „Arzneipflanze des Jahres 2015“ gewählt.

Es wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde zum Einsatz von Johanniskraut in der S3-Leitlinie Unipolare Depression als Chance eines ersten Therapieversuchs bei einer leichten bis mittel-starken Depression als Grad-0-Empfehlung angeführt. Aber die Wirksamkeit von dieser Heilpflanze zu Therapiezwecken bei Depressionen ist umstritten. Es gibt klinische Studien, die eine Wirksamkeit belegen, als auch Studien, die keine Überlegenheit gegenüber dem Placebo-Effekt zeigten.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen geht aber davon aus:

Das Johanniskraut eine Wirkung bei leichten Depressionen hat

Grundsätzlich gibt es aber dazu eine deutliche Abhängigkeit des Wirkungsschätzers von der Studienqualität: Je negativer die Qualität der Studien sei, desto höher stelle sich das Ausmaß der aufgezeigten Wirksamkeit dar und auch umgekehrt.

Bei der Betrachtung von alleinigen Studien mit der besten methodischer Qualität zeigte sich, dass das Kraut nur eine kleine Wirkung zeigt. Zudem geht das Institut davon aus, dass das Kraut bei schweren Depressionen nicht helfen wird. Es habe sich bei schweren Depressionen in keiner Studie als dem Placebo überlegen erwiesen.

Unser Tipp: Es gibt in der Apotheke das besondere Kraut in Tablettenform zu kaufen. Die bei leichten Depressionen helfen können. Da es anfangs eine antidepressive Wirkung aufweist.

Fazit: Das Johanniskraut wird als Heilpflanze in Deutschland. Aufgrund seinem Status als Heilpflanze wird es neben dem natürlichen Wachstum in der Natur zumal auch landwirtschaftlich zum Zwecke der Arzneimittelherstellung angebaut. Mehrere Studien gehen ebenso davon aus, dass das Kraut eine leichte antidepressive Wirkung bei leichten bis mittel-starken Depressionen hat. Andere Studien belegen nur ein Placeboeffekt. Was hältst Du von dem Herrgottsblut? Hast Du es selber schon einmal einer depressiven Verstimmung angewandt?

Lese Dir bitte hierzu dennoch den Artikel Johanniskraut Teil 2 gerne durch.