Industriekapitalismus

Industriekapitalismus

Der Industriekapitalismus ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern von Industrie und Kapitalismus. Er bezeichnet zu einen eine bestimmte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in der Industrie. Und zum anderen ein Zeitalter der Wirtschaftsgeschichte. Die wichtigen Merkmale sind in Anbetracht des historischen Wandels und der vielfachen Kapitalismus-Definitionen sowie eher der ideologischen Unterschiede umstritten.

Allgemeine Definition von Industriekapitalismus

Im Allgemeinen versteht man eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Die auf Privateigentum an den Herstellungsmitteln. Und einer Lenkung von Herstellung und Konsum über den Markt beruht. Als weitere konstitutive Merkmale werden genannt, die Worthäufung für einige Leute das „Herzstück“, Hauptmerkmal und Leit-Grundsatz des Kapitalismus. Und das Streben nach Gewinn im regelmäßigen, rationalen und kapitalistischen Unternehmen.

Als Zeitabschnitt der Wirtschaftsgeschichte versteht man unter Industriekapitalismus eine Wirtschafts-geschichtliche Periode. Die heute noch andauert in der Industrie. Sie folgte auf den Zeitabschnitten des Feudalismus des europäischen Mittelalters. Oder auch des Merkantilismus zur Zeit des Absolutismus. In geschichtlicher Betrachtung teilt man den Zeitabschnitt des Kapitalismus in verschiedenen Phasen oder Entwicklungsstufen ein.

Laut der Wortherkunft leitet sich das Wort Kapitalismus ab vom Begriff Kapital ab. Welches sich selbst vom lateinischen Wort capitalis („den Kopf“ oder „das Leben betreffend“) ableitet. Dieses Wort selbst geht auf „caput“ – „Kopf“ zurück. Ab dem 16. Jahrhundert findet sich das italienische Lehnwort „capitale“ für Vermögen im Sinne der Kopfzahl eines Viehbestandes. Als Gegensatz zu den frisch geworfenen Tieren als „Zinsen“. Nach anderen Quellen machte bereits im Lateinischen „caput“ und „capitalis“ einen Bedeutungswandel durch. Der im deutschen Sprachraum durch „Haupt“- nachvollzogen wird. „Summa capitalis“ war die Hauptsumme in  Wirtschaftsrechnungen, woraus das Wort „Kapital“ entstanden sei.

Industriekapitalismus und Marktwirtschaft

Einige Autoren befürworten anstelle des in Deutschland als wertend verstanden Begriffs Kapitalismus die neutralere Benennung Marktwirtschaft. Unter angelsächsischen Ökonomen ist die Nutzung des Begriffs „capitalism“ durchgängig gewöhnlich. Nach dem Autor John Kenneth Galbraith wurde der Begriff „market system“ in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg gezielt eingeführt. Weil „capitalism“ durch die Weltwirtschaftskrise im Misskredit geraten war.

Manche Politiker, Wissenschaftler und Journalisten bevorzugten den Terminus „Marktwirtschaft“. Da die Frage des beherrschenden Einflusses von Firmen und demgegenüber allgemein die Frage wirtschaftlicher Macht so alles andere als thematisiert werden muss. Nur als Bezeichnung für die Moderne Finanzwelt habe sich der Begriff Kapitalismus halten können. Weil hier der Zusammenhang zwischen dem Vermögen und anfangs Macht besonders augenfällig sei.

Unser Tipp: Die erste für den Industriekapitalismus grundlegende Ideen finden sich bereits in der spät-scholastischen Schule von Salamanca und bei den Physiokraten. Zum Nachlesen dieses Themas hat der bedeutende Theoretiker des Kapitalismus ist der schottische Nationalökonom und Moralphilosoph Adam Smith mit seinem Hauptwerk „Der Wohlstand der Nationen“ aus dem Jahr 1776.

Fazit: Der Industriekapitalismus ist eine Zusammenfügung von den Wörtern Industrie und Kapitalismus. Dabei bezeichnet der Begriff ferner eine bestimmte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in der Industrie. Das Wort Kapitalismus ist bereits im 16. Jahrhundert eingeführt worden. Und das Wort stammt aus dem lateinischen „capitalis“ oder „capitale“ zurück. Und bedeutet übersetzt so viel wie Kopfvermögen.

Wie findest Du den Industriekapitalismus in der heutigen Zeit? Welche Vorteile und Nachteile siehst Du in der freien Marktwirtschaft?

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