Helikoptergeld

Helikoptergeld

Das Wort Helikoptergeld ist eine Übersetzung aus den englischen Wörtern helicopter und money. Dabei handelt sich um einen besonderen Fall der Ausweitung der Geldmenge durch die Geldschöpfung. Dafür wird das neu geschaffene Zentralbankgeld direkt an den Staat oder den Bürgern ausgezahlt.

Ziele von Helikoptergeld

Das Ziel dieser krassen Form von expansiver Geldpolitik ist es, durch verstärkte Konsumausgaben die Realwirtschaft anzukurbeln. Oder auch ein angestrebtes Inflationsziel zu erreichen. Ein anderes Ziel kann es sein, eine Deflation zu vermeiden oder auch zu verringern. Das bildhaft bezeichnete fiskalpolitische Konzept des Helikoptergeldes hat seinen geschichtlichen Vorläufer, die zum Teil auch praktisch umgesetzt wurden.

Das Konzept wird seit dem Jahr 2015 als Erweiterung zu bisherigen Maßnahmen, wie z. B. Quantitative Easing und Negativzins diskutiert. Weil die wirtschaftlichen Erwartungen alles andere als erfüllt werden. Es wird sehr oft mit Konzepten, wie beispielsweise Quantitativer Lockerung, Monetarisierung von Staatsschulden oder auch Quantitativer Easing for the People verwechselt oder vermischt.

Helikoptergeld und Unterschiede

– die quantitative Lockerung:

Von einer Quantitativen Lockerung unterscheidet sich der Transfer von Zentralbankgeld an Bürger oder dem Staat beim Helikoptergeld dadurch: Dass das Helikoptergeld nicht wie bei der Quantitativen Lockerung an die Banken gegen Anleihen ausgezahlt wird. Sondern direkt und ohne Umwege an den Bürger oder den Staatshaushalt. Die Bilanz der Zentralbank wird damit bei diesem helicopter money alles andere als vergrößert. Man spricht deswegen von „schuldenfreien“ Auszahlungen der Zentralbank.

Bei dem Konzept der Lockerung wechselt ein Wertpapier von der Geschäftsbank zur Zentralbank als Gegenleistung für das von der Zentralbank geschaffene und der Bank zur Verfügung gestellte Geld. Die Bilanz der Zentralbank wird damit um den ausgegebenen Betrag vergrößert. Zu einem auf der Sollseite für das ausgegebene Geld. Und zum anderen für den angemessenen enthaltenen Gegenwert der Wertpapiere auf der Habenseite.

– Quantitatve Eeasing for the People:

Die Zentralbanken zahlt bei dabei das frisch geschaffene Geld alles andere als direkt an die Bürger aus. Sondern finanzieren den Staatshaushalt oder von der Regierung veranlasste Investitionen. Das Konzept von PQE betrifft demnach die Unabhängigkeit der Zentralbanken von wirtschaftspolitischen Entscheidungen.

– Monetarisierung von Staatsschulden:

Bei diesem Konzept weist die Regierung die Zentralbank an, die Geldmenge um den Betrag zu erhöhen, der benötigt wird, um Schulden zurückzuzahlen. Dabei nimmt die Regierung eine schädliche Inflation in Kauf, durch die das Vertrauen der Bürger verringert und Vermögenswerte zerstört werden.

Unser Tipp für Helikoptergeld:

Dieses Konzept vom Helikoptergeld soll vermutlich in Japan eingeführt werden, um die entstandene Deflation der Wirtschaft abzumildern. Immer mehr Experten und Ökonomen finden eine Einbindung dieses Konzeptes besonders für den EU-Raum für wichtig. Um so die Schulden der Staatshaushalte, besonders betroffen, Italien und Griechenland zu begleichen.

Fazit: Das Helikoptergeld ist ein wirtschaftliches Konzept, wo Zentralbanken Geld direkt an die Bevölkerung und den Staat herausgibt. Das Wort Helikopter leitet sich bildungssprachlich davon ab, dass sozusagen Geld vom Himmel fällt. Es gibt verschiedene Ziel, die mit diesem Konzept erreichen. Wie zum Beispiel die Begleichung von Staatsschulden, eine Minderung einer Deflation (Japan). Oder auch um größere Konsumausgaben zu ermöglichen, um so die Realwirtschaft anzukurbeln. Wie findest Du dieses Konzept der Geldverteilung? Welche Vorteile siehst Du darin, dass die Geldmenge direkt beim Bürger und Staat landet?

Lese Dir gerne auch den Artikel Inflation zu diesem Thema durch.