Grauer Kapitalmarkt

grauer Kapitalmarkt

grauer Kapitalmarkt

Grauer Kapitalmarkt ist der Teil der Finanzmärkte, der nicht wie der weiße Kapitalmarkt der staatlichen Finanzaufsicht oder anderen ähnlichen Regulierungen unterliegt, jedoch noch nicht illegal wie der schwarze Kapitalmarkt, erlaubnispflichtige Geschäfte ohne Genehmigung der Regulierungsbehörden betreibt.

Grauer Markt – Vertriebsform und Seriosität

Die Angebote des grauen Kapitalmarkts werden über sämtliche in Betracht kommenden klassischen Vertriebswege angeworben: Telefon, Fax, Anzeigen, E-Mail, Prospektwerbung über die Post, oder auch Strukturvertrieb. Telefonwerbung, die unaufgefordert genutzt wird, ist stark verbreitet. Aus der Vertriebsform allein kann man zwar keinen Rückschluss auf die Seriosität eines Angebots gemacht werden, jedoch bedienen sich problematische Anbieter häufig der aufgeforderten Telefonwerbung. Grauer Kapitalmarkt umschließt richtige und auch problematische Anbieter.

Dies gilt im Grundsatz zwar auch für den institutionellen Kapitalmarkt, jedoch ist beim grauen Kapitalmarkt der Anteil der problematischen Anbieter wesentlich höher. So wart die Stiftung Warentest kontinuierlich vor dubiosen, unseriösen und sehr stark riskanten Geldanlageangeboten.

Graues Kapital – Unseriöse Anbieter

Viele Anleger nutzen auf diesem Markt steuer-entwidmetes Geld und fürchten die staatliche Aufklärung. In diesen Fällen wird im Betrugsfall meistens auf eine Anzeige verzichtet. Weiterhin ist häufig die Anlageentscheidung derart irrational gewesen, dass sie aus Angst dem sozialen Umfeld nicht bekannt werden soll. Für den Anleger ist häufig absehbar, das keine Aussicht auf Rück-erhalt des Geldes besteht. Auf eine Anzeige wird meistens verzichtet, weil sie den Ärger über die Fehlentscheidung unnötig verlängert.

Die Verbraucherzentrale von NRW informiert, dass jedes Jahr circa 30 Milliarden Euro durch Immobilien- und Aktiengeschäfte, die keiner ausreichenden Kontrolle unterliegen, verloren gehen. Die Kapitalanlagen in der Grauzone bewirken gesamtwirtschaftlich gesehen, einen hohen Kapitalverlust und vernichten Ersparnisse, die häufig für die Altersvorsorge bestimmt waren. Viele betroffene Anleger wurden finanziell ruiniert, weil sie bei solchen Anlagegeschäften ihr eingesetztes Kapital überwiegend oder auch vollständig verloren haben.

Laut dem Bundeskriminalamt beträgt der jährliche Schaden nach Schätzungen bei 20 bis 25 Milliarden Euro.

Unser Tipp: Weil es sich nicht um den schwarzen, sondern um den grauen Kapitalmarkt handelt, gibt es auch seriöse Anbieter, die sich der vorgenannten Vertriebswege bedienen. Zu einer angemessenen Einschätzung kann man nur selber gelangen. Es sollte jedoch gemerkt werden: Die Geldgeschäfte sind immer Vertrauenssache. Wenn man auch nur einen Verdacht hat, das irgend etwas nicht stimmt mit der Geldanlage, dann sollte man hellhörig werden und im Zweifel die Finger von er Anlageform weglassen.

Fazit: Grauer Kapitalmarkt ist ein Finanzmarkt, der sich zwischen dem weißen und schwarzen Kapitalmarkt befindet. Dieser Kapitalmarkt unterliegt nicht den staatlichen Regulierungen ist allerdings auch nicht illegal. Es gibt neben seriösen Anbieter auch viele unseriöse Anbieter, die nur das Geld von den Anlegern haben wollen und dann damit verschwinden. Circa 25 Milliarden Euro beträgt der jährliche Schaden durch unseriöse Anbieter am grauen Kapitalmarkt. Was hältst Du vom grauen Kapitalmarkt? Hast Du auch schon Geld verloren, durch das Anlegen in solchen Geldanlageformen?

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