Charaktereigenschaft – Gier

Gier

Gier

Die Gier ist ein Wesenszug der Menschen. Das Wort Gier stammt aus dem lateinischen Wort Avaritia ab und wird auch als Habsucht bezeichnet. Diese ist eine der sieben Todsünden in der katholischen Kirche.

Aus eigenem freien Willen und im ganzen Bewusstsein verstoßen gierige Menschen gegen die göttlichen Gebote und geben sich in der Regel der Verdammnis preis.

Doch ist der Mensch wirklich aus freien Willen gierig oder ist die Gier genauso wie unsere Fähigkeit zu moralischem Handeln konstruktiver Teil der menschlichen Natur. Sind die Hormone oder die Gene schuld daran, dass wir gierig sind?

Es gibt genügend Beispiele in der Presse, wo die Gier der Menschen, dazu geführt hat, dass sie Steuern, wie beispielsweise Ulli Hoeneß hinterzogen haben und dafür ins Gefängnis mussten. Auch gibt es viele Manager, die habgierig sind.

Das erleben wir immer wieder in den Nachrichten, wo Bank Manager Millionen von Euro verprassen und dann entlassen werden und dann noch eine hohe Abfindung erhalten. Umso mehr Geld eine Person erwirtschaftet hat, desto mächtiger wird diese Person. Sie gewinnt an Ansehen, Attraktivität und Einfluss. Mit dem wachsenden Bankkonto wächst an Ende auch das Gefühl, unantastbar, ja sogar unfehlbar zu sein. Jedoch steigt leider eine Sache nicht und das ist das Glück.

Fatale an der Gier

Das Fatale an der Gier oder an der Habsucht ist: Die Gier ist unersättlich. Die Menschen, die gierig sind, bleiben es in der Regel auch. Untersuchungen aus der neueren Zeit haben gezeigt, dass selbst ein Gewinn im Lotto, also ein wirklich unverdienter Geldsegen, die Menschen auf Dauer nicht glücklich macht. Nur ein Jahr nach dem Lottogewinn sind die meisten Lottomillionäre ebenso glücklich oder auch unglücklich, wie sie es vorher auch waren. Deshalb scheint es auch unerklärbar zu sein, dass viele Jackpot-Gewinner nach kurzer Zeit wieder damit anfangen, ihr Geld in neue Lottoscheine zu investieren.

Viele Experten gehen davon, dass die Gier kein Wesensmerkmal von sehr reichen Menschen ist, sondern ein Charakterzug von vielen Menschen ist, die ganz gleich aus welcher sozialen Schicht sie auch stammen, denn es gibt kaum Unterschiede Verhalten von armen und reichen Menschen. Da Menschen sich immer wieder mit ihrer Umgebung vergleichen.

Unser Tipp: Wichtig ist sich mit Menschen zu umgeben, die man wirklich kennt und auf die man alles andere als neidisch sein muss. Wichtig ist sich mit seinem Verhalten über die Habsucht auseinanderzusetzen und herauszufinden, wo der Ausgangspunkt der Gier besteht und sein Verhalten auf Dauer ändern zu können.

Fazit: Die Gier wird auch als Habsucht bezeichnet. Die Menschen fangen an, sobald sie mehr Geld verdienen gierig zu werden und sich neue Verdienstmöglichkeiten um noch mehr Geld zu verdienen. Durch die Presse kennen wir viele Beispiele von gierigen Menschen, die eigentlich genug Geld haben, aber den Hals nicht voll kriegen. Die Gier der Menschen wird als Charaktereigenschaft angesehen und nicht als Wesensmerkmal.

Wonach bist Du gierig? Wodurch ist Deine Gier entstanden?

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