Entscheidungsfreiheit – Selbstständigkeit

Entscheidungsfreiheit

Entscheidungsfreiheit

Die Entscheidungsfreiheit steht auch für die Begriffe freier Wille oder auch Willensfreiheit.

Es gibt bisher keine allgemeine anerkannte Definition für die Entscheidungsfreiheit.

In der Philosophie wird die Bezeichnung alles andere als einheitlich definiert.

Im Sinne einer Fachübergreifung zählt zur Willensfreiheit die einseitig empfundene menschliche Fähigkeit, bei unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten eine bewusste Entscheidung treffen zu können.

Philosophische Position der Entscheidungsfreiheit

Die Begriffe von der Subjekt-Stellung vom Menschen und von dessen Autonomie oder auch dessen Moralität bauen auf der Annahme von Entscheidungsfreiheit auf. Auch die politischen Einfälle der Demokratie und der Freiheit setzen diese Annahme voraus. Doch schon im griechischen Altertum, jedoch vor allem seit Anfang der Aufklärung, sah sich die Vorstellung eines freien Willens vielfältigen Anzweifelungen ausgesetzt.

Bedingte und unbedingte Freiheit

Bedingte Entscheidungsfreiheit

Nach dem Entwurf der bedingten Willensfreiheit ist ein Wille frei, wenn ein Mensch ihren Willen nach ihren persönlichen Motiven und Neigungen bildet und machen kann, was er will, auch als Handlungsfreiheit bezeichnet. Welcher der konkurrierenden Wünsche einer Person sich als Wille herausbildet, hängt nach dieser Vorstellung von seiner Persönlichkeit und von Umwelteinflüssen ab.

Wegen der Komplexität der Umstände, die zur Willensbildung führen, sind die Gründe einer Entscheidung nur zum Teil einsehbar. Aber dennoch wird hier von Freiheit gesprochen, weil die getroffene Wahl den Motiven und Neigungen des Menschen entspricht und damit deren eigenen Willen darlegt und alles andere als einen aufgezwungen. Es bestehen jedoch Zweifel, ob der Ausdruck Freiheit hierbei angebracht sei, weil die ursächlichen Gründe einer Entscheidung für den Entscheider selbst lediglich zu einem Teil erkennbar seien.

Unbedingte Entscheidungsfreiheit

Nach dem Entwurf der unbedingten Willensfreiheit bestehen keine Einschränkung der Freiheit. Vorgestellt werden könne eine solche Freiheit lediglich dann, wenn ein Wille durch nichts bedingt sei. Das Problem bei dieser Form der Freiheit ist, dass der Wille, wenn er durch nichts bedingt ist als unmotiviert und zufällig gelten müsse. Es unterliegt dann auch dem reinen Zufall, was sich zum Willen herausbildet. Es steht nicht mehr im Gleichgewicht mit der Natur und den Neigungen der handelnden Person. Es ist von ihr losgelöst und ihr zudem nicht mehr zurechenbar wäre.

Unser Tipp: Die Entscheidungsfreiheit muss auch als Entscheidungspflicht gesehen werden. Es gibt nicht schlimmeres als gar nicht zu entscheiden, als falsch zu entscheiden.

Um richtig entscheiden zu können, ist wichtig zu wissen, welche Optionen man hat und dafür benötigt man Informationen, mögliche Folgen genau abschätzen zu können.

Fazit: Die Entscheidungsfreiheit ist der freie Wille oder die Willensfreiheit, die wir Menschen haben. In der Philosophie hat der freie Wille auch einen moralischen Wert, denn wir übernehmen damit auch Verantwortung gegenüber uns selbst und gegenüber anderen Personen. Es gibt zwei unterschiedliche Entscheidungsfreiheiten. Das sind der bedingte und der unbedingte freie Wille. Die handelnde Person muss sich entscheiden, was wichtig und was unwichtig für sie ist und für ihr Vorhaben.

Was hältst Du von der Willensfreiheit? Welche Vorteile sind Dir wichtig um eine gute und richtige Entscheidung treffen zu können?

Lese Dir gerne auch den Artikel freier Wille zu diesem Thema durch.