Deflation

Deflation

Die Deflation ist das Gegenteil des Begriffs Inflation.

Mit dem Begriff Inflation können die meisten Menschen wesentlich mehr anfangen als mit Deflation. Bei so einem wirtschaftlichen Ereignis sinkt das Geld und die Kreditmenge im Wirtschaftskreislauf. Weshalb Produkte, wie z. B. Lebensmittel und auch Investitionsgüter im weiteren Verlauf an Wert verlieren und die Preise sinken. Diese Investitionsgüter können u. a. Immobilien sein. Der Ausgangspunkt der Deflation ist, dass die Nachfrage kleiner als das Angebot ist. Sie ist sehr oft die Folge eines ins Straucheln geratenen Wirtschaftsmotors.

In einer Volkswirtschaft gibt es stets entweder eine leichte Deflation oder eine Inflation. Was allerdings alles andere als unbedingt problematisch ist. Entscheidend ist aber das Maß, die Höhe der jeweiligen Rate.

Die Gründe für eine Deflation:

Es gibt unterschiedliche Gründe für so ein wirtschaftliches Ereignis. Häufig ist nicht nur einer dieser Gründe alleinverantwortlich. Drei Gründe davon mischen allerdings oftmals mit. All diese Gründe haben zur Folge, dass weniger Geld im Umlauf ist.

1. Grund: hoher Leitzins

Der Leitzins wird von der EZB (Europäische Zentralbank) festgelegt. Und bestimmt wie teuer es ist, Kredite aufzunehmen. Wurde der Leitzins hoch gesetzt, z. B. wegen einer vorangegangenen Inflation, dann werden Kredite für Endverbraucher und Firmen teurer. Demzufolge, wird nach Krediten weniger nachgefragt und werden auch vergeben.

2. Grund: Sparmaßnahmen begünstigen eine Deflation:

Wenn ein Land Schulden abbauen will, beschließt dieser seine Ausgaben zu verringern. Weil seine Nachfrage daraufhin sinkt, gibt dieser weniger Geld im Umlauf. Auch die Verbraucher können zum Sparen neigen. Wie zum Beispiel im Zuge einer Wirtschaftskrise. Die Menschen sind verunsichert, weswegen ihre Nachfrage für Güter, Dienstleistungen und Investitionsgüter abnimmt. Und die Preise auch sinken.

3. Grund: Währungsaufwertung bei einer Deflation

Sobald der Wert einer Währung instabil wird, wie beispielsweise durch eine Wirtschaftskrise, dann neigen Anleger dazu, ihr Geld in eine „sichere“ Währung zu investieren. Diese Währung erfährt in Folge dessen eine Aufwertung. Ihr Wert steigt also im Verhältnis zu instabilen Währung an. Ist der betroffene Staat jetzt abhängig von einem Wirtschaftsfaktor, wie z. B. Tourismus, kann der Staat für Touristen zu kostspielig werden. Weil ihr Geld ja alles andere als auch an Wert gewonnen hat. Die Nachfrage nach dem Tourismus-Angebot geht damit zurück und somit auch hier wieder die Geldmenge im Wirtschaftskreislauf des Staates. Ein bekanntes Beispiel für diesen Fall ist die Schweiz: Im Zuge der Euro-Krise zog diese viele Anleger an, die in der Währung Schweizer Franken investierten.

Unser Tipp: Alle vorgenannten Gründe haben alle eines gemeinsam: Die Geldmenge sinkt mit abnehmender Nachfrage. Hervorgerufen durch die Anleger, Verbraucher oder auch dem Staat. Und somit sinken auch die Preise. Gefährlich ist die Deflation erst durch den Eintritt einer Deflationsspirale. Der Fall des Preises durch die sinkende Nachfrage hat für die Hersteller zur Folge, dass ihre Herstellungskosten die Einnahmen überragen. Damit machen sie also Verluste.

Fazit: Die Deflation ist der Gegenbegriff zu Inflation. Und bedeutet, dass Güter und Dienstleistungen günstiger werden, weil die Geldmenge schwindet. Was aber der Währung eines jeden Landes weniger Wert macht. Gerade für die Touristen in diesem Land kann dem Probleme bereiten. Der Wirtschaftskreislauf wird durch so ein Ereignis gestört und hat immer verschiedene. Jedoch gibt es drei Hauptgründe: hoher Leitzins, Sparmaßnahmen und Währungsaufwertung. Was hältst Du selber von diesem Wirtschaftsereignis? Welche Vorteile und Nachteile siehst Du gegenüber der Inflation?

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