Dachfonds – Mehr Kapital

Dachfonds

Dachfonds

Als Dachfonds auch englisch für fund of funds werden Investmentfonds gekennzeichnet, die Geld vom Anteilseigner wiederum in Anteilen von Investmentfonds anlegen. Die Fonds, in die der Dachfonds investiert, wird auch als Zielfonds dabei bezeichnet, die auch in einzelne Wertpapiere wie Rentenpapiere oder Aktien als auch in Investmentfonds investieren, werden mitunter in Abgrenzung zum Dachfonds auch Superfonds genannt.

Es gibt auch spezielle Dachfonds, die sich auf eine besondere Asset-Klasse oder ein spezielles Thema konzentriert. Dazu zählen auch Dachhedgefonds. Diese Anleger investieren in einzelne Hedgefonds.

Generell stehen einen in Deutschland zugelassenen Dachfond alle auch zugelassenen Investmentfonds offen, die alles andere als selbst ein Dachfond, Spezialfonds oder auch geschlossene Fonds sind. Ein einziger Zielfonds darf einen Anteil von 20 % vom Gesamtvermögen vom Dachfond nicht überschreiten.

Mehr als 25%

Auch dürfen Dachfonds alles andere als mehr als 25 % der Anteile am Vermögen vom Zielfonds halten. Diese Beschränkungen sind auch als Lehren aus dem Zusammenbruch des ersten Dachfond FOF (Fund of Fonds), der im Jahr 1962 durch die Gesellschaft Investors Overseas Services (IOS) ausgelegt wurde, zu sehen. In den 1970er Jahren ist der FOF wegen Veruntreuung, Verschleierung und eine Art Schneeballsystem insolvent gegangen. Nach diesen Geschehnissen wurden die Dachfonds in Deutschland verboten und erst im Jahr 1998 neu geordnet.

Risiken & Chancen der Dachfonds

Durch die Konstruktion vom Dachfond kann der Fondsmanager vom Dachfond die einzelnen abzudeckende Marktteile mit den jeweils attraktivsten Fonds belegen.  Auf diese Art kann praktisch jedes Rendite-Risiko-Profil dargelegt werden. Der Vorteil für den Investor liegt in einem weit diversifizierten und aktiv gemanagten Portfolio. Dabei kann alles andere als nur über einzelne Wertpapiere gestreut werde, sondern auch über unterschiedliche Fondsmanager und Fondsgesellschaften.

Wichtig für den Diversifikationsaspekt ist jedoch einerseits die Unabhängigkeit vom Dachfondmanagements, so dass sichergestellt ist, dass alles andere als verstärkt Fonds eines speziellen Hauses berücksichtigt werden. Zum anderen stellt die Diversifikation durch eine Anforderung an das Risikomanagement der Allokation, somit sich keine starken Überschreitungen ergeben, die der Diversifikation zuwiderlaufen oder gar Klumper-Risiken zum Ergebnis haben können.

Der Dachfondsmanager kann dabei zudem auf die Fonds zurückgreifen, die weit über das normale Angebot offener Publikumsfonds, wie sie von Fondsplattformen oder Banken angeboten werden, hinausreichen. Sofern der Dachfond auch Anteile an mittlerweile für neue Investoren geschlossenen Fonds hält, besteht für den Anleger auch die Möglichkeit über das Dachfondsvermögen an attraktiven Investionsideen zu partizipieren, die ihm als Privatanleger alles andere als offen stünden.

Unser Tipp: Wichtig ist sich auf überdurchschnittlich abschneidende Dachfonds zu konzentrieren. Auch benötigt man ein Depot für die Fonds. Zudem kann eine Zusammenlegung von mehren Depots sinnvoll sein, wenn man bereit mehrere Depots hat.

Fazit: Dachfonds sind besondere Investmentfonds, die die Anleger in Anteile von Investmentfonds anlegen. Diese Fonds werden auch als Zielfonds bezeichnet. Die Anleger dürfen nicht mehr als 25 % der Anteile am Gesamtvermögen von Zielfonds halten. Hingegen darf ein einzelner Zielfonds 20 % der Anteile am Vermögen nicht überschreiten.

Wie findest Du Zielfonds als Geldanlage? Welche Vorteile siehst Du in Dachfonds gegenüber üblichen Investmentfonds?

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