Chancen- und Risikomanagement

Chancenmanagement

Chancenmanagement

Das Chancenmanagement wird herkömmlicherweise in der betriebswirtschaftlichen Literatur unmittelbar im Rahmen mit dem Risikomanagement genannt.

Indessen das Risikomanagement alle Planungs- und organisatorischen Prozesse umschließt, in denen Risiken bei Zeiten identifiziert und Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und umgesetzt werden. Bei Chancenmanagement geht es um die frühzeitige Erkennung von Chancen.

Die Unternehmen handeln in einem wirtschaftlich nicht sicheren Umgebung, in den sowohl die Risiken als auch die Chancen das unternehmerische Agieren beeinflussen und Gegenstand von Managemententscheidungen sind. In der Betriebswirtschaft wird in sehr vielen Publikationen bei einer Chance von einer positiven Abweichung zu einem geplanten Ziel geredet. Der Fokus von Firmen liebt bei der Lenkung externer Einflüsse ganz genau auf den Risiken.

Aufbau vom Chancenmanagement

In einer Firma ist das Nichterkennen von Chancen (beispielsweise durch gesunkene Markteintrittskosten, Einführung von neuen Technologien, Möglichkeit der Übernahme eines Wettbewerbs) kann dazu führen, dass andere Firmen diese Chancen nutzen und mit allen Konsequenzen für die eigene Firma ausfüllen. Eine nicht erkannte Chance oder die Unterlassung einer Benutzung von einer Chance kann für die Firma selbst ein Risiko darstellen. In der betriebswirtschaftlichen Literatur wird vereinzelnd das Chancenmanagement zu genauen Ansätzen ausformuliert.

So wird in einem Regelkreis vom Chancenmanagement mit diesen folgenden Stufen gesprochen:

  1. Formulierung der Chancenstrategie
  2. Festsetzung der Maßnahmen des Chancenmanagements
  3. Chancenidentifikation
  4. Chancenanalyse
  5. Chancenbewertung
  6. Chancensteuerung / Chancennutzung
  7. Darlegung der Chancennutzung der Firma
  8. Vergleich der Chancenlage mit der Chancenstrategie.

Fast jedes betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrument in direkter oder zumindest indirekter Art ein Management von Chancen und Risiken. Risikomanagement hat dabei eine Funktion der Unterstützung für die Zugänge von Wertschöpfungschancen.

Rechtliche Grundlagen

Firmen sind verpflichtet für die Steuerung von externen Einflüssen bei eindeutigen Risiken, für diese ein Überwachungssystem anzuordnen (KonTraG 1998). Die Chancen als ein Objekt von Managemententscheidungen sind im KontraG alles andere als expliziert Gegenstand gesetzlicher Regeln. Auch im Aktiengesetz (AktG) und im Handelsgesetzbuch (HGB) werden die Bezeichnungen Chancenmanagement und Risikomanagement nicht genau genannt.

Der Gesetzgeber hat in seinem Bilanzrechtsreformgesetz (BilRegG) aus dem Jahr 2004 allerdings eine Änderung des § 289 Abs. 1 HGB und § 315 Abs. 1 HGB festgesetzt, dass Unternehmen demzufolge die mögliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zu beurteilen und diese zu erläutern, sowie die zugrundeliegenden Annahmen anzugeben sind (Risikobericht).

Unser Tipp: Wichtig ist jede Chance, die einem geboten wird auch zu überprüfen und zu analysieren um die richtigen Entscheidungen zu treffen und um weniger Risiken eingehen zu müssen.

Fazit: Das Chancenmangement ist für Firmen und Unternehmen gedacht und wird Zusammenhang mit dem Risikomanagement betrachtet. Es geht dabei um alle Vorgänge und Planungen bei der Entwicklung von Risiken und Chancen. Die Firmen handeln in der Regel in einer nicht sicheren Umgebung und beeinflusst werden von Risiken und Chancen. Auch rechtlich gesehen gibt es einiges, was Unternehmen beachten müssen, um rechtlich richtig zu agieren.

Was hältst Du vom Chancenmangement? Was müssen Unternehmen beachten um weniger Risiken einzugehen, um mehr Gewinne zu erzielen?

Lese Dir zu diesem Thema auch gerne noch den Artikel Risikomanagement durch.