Bildungssystem – Struktur

Bildungssystem

Bildungssystem

In diesem Artikel geht es um die genaue Struktur vom Bildungssystem in Deutschland und wird genau erklärt.

In Deutschland ist das Bildungssystem ein vertikal in vier bzw. in fünf Stufen gegliedert, die ersten drei davon bilden das Deutsche Schulsystem:

– Primarbereich: umschließt die ersten vier Schuljahre in der Grundschule (oder schon in der Förderschule). In einigen anderen Ländern gibt es zudem eine sechsjährige Grundschule oder eine schulartunabhängige Orientierungsstufe in der 5. und  6. Klasse, die schon zur Sekundarstufe I gezählt werden.

– Sekundarbereich I: führt zum Haupt- oder Realschulabschluss oder zu der Versetzung in die gymnasiale Oberstufe und ist in Haupt-, Realschule und Gymnasium geteilt oder in einer Gesamtschule integriert.

– Sekundarstufe II: fängt nach dem Sekundarbereich I als gymnasiale Oberstufe oder als berufsbildende Schule an.

Im verkürzten Gymnasium (G8 genannt) gilt die 10. Klasse schon als Teil der Sekundarstufe II.

Tertiärbereich: fängt nach dem Erhalt der Hochschulzugangsberechtigung an und ist an Hochschulen, Fachakademien und Berufsakademien angesiedelt oder auch nach einer bestimmten Berufsausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung an Fachschulen.

Quartärbereich: diese Form tritt von privater und beruflicher Weiterbildung nach der Berufsausbildung in Erscheinung.

der Primarbereich im Bildungssystem:

Der Primarbereich umschließt in Deutschland die Grundschule. In fast allen Bundesländern besuchen die Kinder ab dem sechsten Lebensjahr (falls ein Kind vor dem 30. Juni das siebte Lebensjahr erreicht hat und nicht zurückgestellt wird) die Grundschule. In den meisten Fällen umschließt die Grundschule vier Schuljahre, in Brandenburg und Berlin sind es sechs Jahre. Auch hier gibt es manche Gymnasien mit 5. Klassen und Schulversuche mit sogenannten „Schnellläuferklassen“.

In der Grundschule sollen die Schüler zuerst ihre Leistungsfähigkeit entwickeln. Aus diesem Grund werden in den ersten beiden Schuljahren, zum Teil auch länger keine Noten, sondern Verbalbeurteilungen vergeben. Die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe stellt in den meisten Fällen dar, da Lerndefizite durch die Förderungsmaßnahmen und nicht durch Wiederholung des ganzen Schuljahres kompensiert werden sollen.

Nebenbei ist die Grundschule die erste pflichtmäßige Sozialisationsinstanz fernab der Familie. Der Unterricht konzentriert sich auf Deutsch und Mathematik und wird durch hinzukommende Lernbereiche, wie zum Beispiel Religionsunterricht, Musik und Sachkunde ergänzt. Das Klassenlehrerprinzip steht im Vordergrund, wodurch jeder Lehrer im Grundsatz alles unterrichten kann.

Die Grundschule trägt oft zu Innovationen in der Pädagogik bei. Der pädagogische Schwerpunkt zeigt sich schon in der Ausbildung der Lehrer, da die Lehramtsstudiengänge für den Primarbereich einen deutlichen größeren Anteil Pädagogik beinhalten als andere Lehrämter (mit Ausnahme der Förderschule oder auch der Sonderschule).

Neue Konzepte, die in den Grundschulen ausgeübt werden, sind circa der früh beginnende Fremdsprachenunterricht, die stärkere Förderung der Entwicklung von Lernmethoden gegenüber dem fachlichen Wissen oder neuen Arten im Lernprozess wie beispielsweise Projektunterricht, offener Unterricht oder Freiarbeit. Die Grundschule untersteht heute aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen einem schnelleren Wandel, der sich in Form von voller Halbtagsschulen oder jahrgangsübergreifendem Unterricht niederlegt. Auch die Heterogenität der Klassen nimmt immer mehr zu.

In dem nachfolgenden Artikel werden die nächsten Stufen vom Bildungssystem genau erläutert.

Unser Tipp: Wichtig ist, dass sich die Kinder in der Schule wohlfühlen und gerne in die Schule gehen, damit das Lernen von Unterrichtsstoff für die Kinder leichter wird.

Fazit: Es gibt fünf Stufen im Bildungssystem in Deutschland. Die erste Stufe ist der Primarbereich, also die sogenannte Grundschule. Die Kinder gehen in der Regel ab dem sechsten Lebensjahr in die Grundschule. In meisten Bundesländern besteht die Grundschule aus vier Schuljahren, außer in Berlin und Brandenburg, dort sind es sechs Schuljahre. Die Grundschule trägt zur Erziehung und Entwicklung der Kinder bei und deshalb sind die Grundschullehrer sehr pädagogisch ausgebildet.

Was muss sich in den Grundschulen ändern, damit die Kinder gerne in die Schule gehen? Wie können Lehrer, die Schüler besser für den Unterricht motivieren?

Lese Dir gerne auch den Artikel Bildungssystem Teil 5 zu diesem Thema durch.