Bildungssystem – Entwicklung

Bildungssystem

Bildungssystem

In diesem dritten Artikel geht es noch einmal um die Entwicklung vom Bildungssystem in Deutschland und der Kritik daran im Ausland.

Ein einschneidendes Erlebnis stellte der Sputnik-Schock im Jahr 1957 im Bildungswesen aller westlichen Staaten in Frage. In Deutschland hat Georg Picht 1964 von einer angeblichen „Bildungskatastrophe“ und einem Modernisierungsdefizit in inhaltlicher und sozialer Hinsicht gesprochen. Andere Personen, wie Ralf Dahrendorf kritisierten die fehlende Erziehung zu demokratischen Bürgern.

Für die zweite industrielle Revolution galten mehr und besser qualifizierte Absolventen als zwingend notwendig. Intensive Reformdiskussionen ließen unter anderem den Deutschen Bildungsrat entstehen. Dessen Strukturplan für das deutsche Bildungs- und Erziehungswesen maßgebend geworden ist.

Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung legte 1973 den ersten Bildungsgesamtplan vor, auf den Grundsatz der Auf- und Ausbau des Bildungswesens stattfinden sollte. Dieser ging aber bereits bei der Verabschiedung im parteipolitischen Streit vor allem um die Gesamtschule unter, in den 1980er Jahren blieben die bildungspolitischen Bemühungen stecken, auch wegen der finanziellen Kosten.

Bei der Integration der neuen Bundesländer (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern) nach 1990 wurden die westdeutschen Strukturen mit wenigen Abweichungen auf den Osten übertragen.

Erst zum Ende der 1990er Jahre ist das Thema Bildungssystem wieder in den Vordergrund gerügt, was zum großen Teil auf schlechte Ergebnisse im internationalen Vergleichsstudien (zum Beispiel PISA) zurückzuführen ist

Auch ist ein zunehmender Fachkräftemangel aufgetreten. Mit Blick auf erfolgreicher Länder, wie zum Beispiel Schweden oder Finnland wurden eine große Anzahl von Änderungen (vorschulische Bildung, mehr individuelle Förderung, selbstständige Schule, gemeinsames Lernen aller Schüler, Entfernung einer eigenständigen Hauptschule) vorgebracht, die das Thema der Bildung in den Vordergrund in der Politik rückten.

Gerade das schlechte schulische Abschneiden von vielen Kindern mit Migrationshintergrund hat dazu Anlass geboten im Bildungssystem. Zudem im Hinblick auf den internationalen Vergleich und das DDR-Bildungssystem setzten das Abitur nach 12 Schuljahren (8-jähriges Gymnasium „G89“) und das Zentralabitur weitgehend durch.

Die Bemühungen um die Qualitätssicherung zum Beispiel durch die Vergleichsarbeiten und die Schulevalation wurden mit großem Kostenaufwand umgesetzt, die Bundesländer haben ein Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) gegründet.

In dem nächsten Artikel geht es um die Struktur vom Bildungssystem in Deutschland.

Unser Tipp: Wichtig ist das gemeinsame Lernen von Eltern und Schülern, damit die Kinder die Möglichkeit haben schwierigen Aufgaben Unterstützung zu bekommen und sich alles andere als überfordert mit den Hausaufgaben fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass sich auf die Eltern für die Hausarbeiten ihrer Kinder Zeit nehmen.

Fazit: Das Bildungssystem in Deutschland ist durch die Wiedervereinigung mit den neuen Bundesländern, also der ehemaligen DDR in Kritik geraten. Aufgrund des schlechte Abschneidenes von vielen Schülern bei den PISA Studien. Das hat dafür gesorgt, dass sich die Politik wieder mehr mit dem Bildungssystem in Deutschland auseinander setzen und man versucht die Bildung von Emigranten zu verbessern. Dazu wurde das Abitur nach 12 Schuljahren eingeführt und es wurde das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen begründet.

Was sagst Du zu der Kritik an dem Bildungssystem in Deutschland? Was muss die Politik tun, um Kindern eine bessere Schulbildung liefern zu können?

Lese Dir gerne auch den Artikel Bildungssystem Teil 4 zu diesem Thema durch.