Beschaffungsmarketing – Orientierung

Beschaffungsmarketing

Beschaffungsmarketing

Das Beschaffungsmarketing bezieht sich auf die Orientierung er Einkaufsaktivitäten einer Firma an den Gegebenheiten in Beschaffungsmärkten und auch besonders auf die zielgerichtete Beeinflussung von Faktormärkten und Bezugsquellen.

Generell geht es aus Sicht der beschaffenden Firma darum, zum einen die richtigen Waren mit der gewünschten Qualität fristgerecht am richtigen Ort mit möglichst wenig Kosten für die Leistungserstellung bereitzustellen.

Dazu sind angemessene Beschaffungsquellen zu identifizieren und zu benutzen im Beschaffungsmarketing. Zum anderen sind jedoch auch die Beziehungen zu wichtigen Lieferanten aufzubauen und zu pflegen, die eine bestimmte Leistungsmotivation der Anbieter und eine wirkungsvolle, bedarfsgerechte Koordination der Beschaffungsaktivitäten gestatten.

Zu Erzielung der grundsätzlichen und firmenspezifischen Zielsetzung lassen sich in der Ähnlichkeit zum allgemeinen Absatz-bezogenen Marketing ganz gezielte Marketinginstrumente einzusetzen.

Eine ganz besondere Bedeutung kommt auch bei der Informationsseite und somit der Marktforschung zu. Die Beschaffungsmarktforschung hat ganz besonders die Aufgabe, Informationen über wichtige Beschaffungsmärkte, geeignete Lieferanten (Beschaffungsquellen), Beschaffungskonditionen (Konditionen) und Voraussetzungen sowie die Wirkung der eingesetzten Beschaffungs-politischen Instrumente zu sammeln und aufzubereiten.

Zum letzteren zählen besonders die Bezugsmengen, Beschaffungspreis, Qualität, Bezugswegepolitik und die Beschaffungswerbung (Werbung). Die Einsatzintensität dieser Beschaffungs-politischen Instrumenten hängt wesentlich von dem Machtverhältnis zwischen de verkaufenden und einkaufenden Firma auf dem Beschaffungsmarkt ab.

Die Politik der Bezugsmengen bezieht sich auf die Größe der Bestellmenge bei einem Lieferanten im Beschaffungsmarketing. Diese ist ein Teil der Bedarfsmenge, die von einem Beschaffungsgegenstand für eine spezielle Planeinheit gebraucht wird. Wichtig ist, dass der Lieferant dazu fähig ist, die bei ihm bestellten Mengen auch Frist- und Qualitäts-gerecht zu liefern.

Die Größe der Bestellmenge hängt auch im Wesentlichen von den Lieferkosten ab. Dazu zählen alles andere als nur die unmittelbaren Beschaffungskosten in der Art von Angebots oder Einkaufspreisen des Bezugsgegenstands, sondern auch die somit verbundene mittelbaren Beschaffungsaufwendungen, die auch für die Bestellabwicklung (Bsp: Lieferantensuche, Verhandlungen, Fracht) anfallen und auch die Zinsen und Lagerhaltungskosten (Bsp: Verwaltungskosten, Schwund). Grundsätzlich gilt, dass mit steigender Bestellmenge die genauen und mittelbaren Beschaffungskosten sinken, währenddessen die Zinsen und Lagerkosten steigen.

In dem nächsten Artikel geht um die Ziele der Beschaffungspolitik und die Werbung im Beschaffungsmarketing.

Unser Tipp: Bei dieser Marketingform die Höhe der Bestellmenge sehr wichtig, deshalb sollte sich vorher genau überlegt werden, welche Mengen man bestellt, bevor man sie in Auftrag beim Lieferanten gibt.

Fazit: Das Beschaffungsmarketing richtet sich auf die Einkaufsaktivitäten eines Unternehmens an den Umständen in den Beschaffungsmärkten. Und es richtet sich auch auf die zielgerichtete Beeinflussung von den Faktormärkten und den Bezugsquellen. Dafür sind die Bezugsmengen, der Beschaffungspreis, die Qualität, Bezugswegepolitik und die Werbung wichtig. Auch sind die Konditionen und die Bedingungen wichtig in dieser Marketingform sehr wichtig.

Was hältst Du von dieser besonderen Marketingform? Welche Vorteile siehst du bei dieser Marketingform?

Lese Dir gerne auch den Artikel Beschaffungsmarketing Teil 2 zu diesem Thema durch.