Mit autogenem Training entspannen lernen

autogenes Training

autogenes Training

Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik basierend auf eine Autosuggestion. Das Wort autogen kommt aus den griechischen Wörtern „auto und genero und bedeutet soviel, wie selbständig erzeugen. Autogenes Training wird oft mit AT abgekürzt.

Autogenes Training ist eine Übung in der von innen heraus Entspannung erzeugt wird, also keine Entspannung von außen heraus, zum Beispiel durch Entspannungsmusik. Es wurde von dem Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelt.

Er hat diese Form des Trainings entwickelt, um eine Technik anzubieten, die unabhängig vom kulturellen Umfeld und der Ansicht der Welt für anwendbar sein sollte. Schultz war vorher lange Zeit in einem Hypnose-Ambulatorium (Hypnose-Klinik) angestellt.

Durch diese Arbeit hat er sich entschlossen sein Autogenes Training zu entwickeln. Er hat bereits 1932 sein Buch „Das autogene Training“ veröffentlicht. Es kann auch als Selbsthypnose bezeichnet werden. Da der Anwender sich selbst in einen Schlaf-ähnlichen Zustand bringt und sich dann beginnt zu entspannen.

Autogenes Training ist drei Punkten aufgeteilt

  1. Grundstufe: Die Techniken wenden sich an das vegetative Nervensystem
  2. Mittelstufe: Die Methoden streben dasVerändern des Verhaltens durch die formelhafte Vorsatzbildung an
  3. Oberstufe: Die Methoden öffnen die unbewussten Bereiche des Anwenders

Autogenes Training sind vor allem für gesunde Menschen gedacht, die Sport betreiben. Es wird auch in Manager-Schulen, in der Vorbeugung gegen Burnout und in anderen Bereichen des Lernens genutzt. Für gesunde Menschen ist vor allem die Grund- und Mittelstufe am besten geeignet.

Die Grundstufe

Grundstufe besteht aus sechs verschiedenen Übungen.

  1. Erleben der Schwere
  2. Erleben der Wärme
  3. Herzregulierung
  4. Atemsregulierung
  5. Bauchwärme
  6. Stirnkühlung

Jede dieser einzelnen Übung beruht auf der Suggestion eines ruhigen Körperzustandes. Die einzelnen Übungen dauern zwischen 3 und 15 Minuten. Die Suggestionen erfolgen in kurzen und simplen Sätzen. Ziel ist es die Verinnerlichung der Übungen und damit am Ende die Erzeugung der Entspannung, ohne eine Hilfsperson oder eines technisches Mittel.

Die Mittelstufe

Die formelhafte Vorsatzbildung wird in der Mittelstufe eingesetzt, damit eine Verbesserung des (oder eine Vermeidung von schlechten Verhaltens) erzeugt wird. Zum Beispiel für einen Vorsatz: Zur Vorbereitung eines Vortrags vor Zuschauern: „Ich bleibe ruhig und entspannt. Solche Vorsätze werden immer positiv formuliert.

Die Oberstufe

Die Oberstufe wird in unterschiedlichen Arten als Therapie angewendet, dabei werden gezielt psychoanalytische Techniken verwendet. Eine Vorstufe zu analytischen Oberstufe ist das sogenannte „Gestalten vor und nach einem Training“, die den Übergang zu psychoanalytischen Arbeiten erleichtern können. In dieser Stufe werden 7 – 9 Formeln genutzt.

Unsere Tipps: Durch die Anwendung von dem autogenen Training hast Du die Möglichkeit bei regelmäßiger und dauerhafter Anwendung deine Ziele schneller zu erreichen, weil Du dich positiv auf die Erreichung Deiner Ziele stimmst. Zudem kannst Du  bei regelmäßiger Nutzung auch deinen Stress-Level dauerhaft reduzieren. Durch die Entspannung der Muskeln kannst Du auch sehr gut Verspannungen zum Beispiel im Nacken oder im Rücken auflösen.

Fazit: Autogenes Training ist besonders für Menschen sinnvoll, die viel Stress im Leben, zum Beispiel auf der Arbeit und im privaten Bereich haben, weil eine innere Entspannung beim Training erreicht werden kann. Aber auch für Menschen ist diese Form der Behandlung anwendbar, die an Phobien (Angst vor Spinnen oder Schlangen und Platzangst) leiden. Oder für Betroffenen von anderen psychischen Erkrankungen (wie zum Beispiel Burnout oder Depressionen). Dort werden die Symptome versucht zu verbessern und der Ursache der Erkrankung auf den Grund gegangen.

Lese Dir gerne hierzu auch den Artikel Yoga durch zu diesem spannenden Thema durch.