Askese – Die Selbstschulung

Askese

Die Askese wird auch manchmal als Aszese bezeichnet und kommt vom wörtlichen Ursprung aus dem griechischen Verb askein für üben und ist von daher abgeleitet worden.

Bereits seit der Antike wird der Begriff Askese in der Übungspraxis im Zusammenhang mit der Selbstschulung aus religiöse oder philosophischer Motivation definiert.

Motiviert wird somit das Erlangen von Tugenden oder Fähigkeiten zur Selbstkontrolle und der Festigung des Charakters.

Der Ausübende wird als Asket bezeichnet.

Eine asketische Schulung enthält die Disziplinierung und auch im Hinblick des Denkens und Wollens und somit auch das Verhalten. Des Weiteren gehört zum einen „positiv“ das ausdauernde Einüben der neigenden Tugenden oder die Fähigkeiten, auf der anderen Seite“negativ“ das Verhindern von allem, was nach der Überzeugung des Asketen der Zielerreichung im Wege steht.

Im Mittelalter wurde in Europa der Unterschied oft durch die lateinischen Bezeichnungen exercitatio (Übung) und dem labor (Mühe, Arbeit) zur Bezeichnung gebracht. Der Hintergrund formt die Annahme, das eine disziplinierte Lebensweise die Fassung der Gedanken und Triebe bedingt.

Die Auswirkung, die am auffälligsten ist auf die Lebenspraxis beinhaltet den freiwilligen Verzicht auf bestimmte Bedürfnisse und Genüsse, die der Asket für vermeidlich und mit seinem Lebens-Vorbild nicht vereinbar findet. Oft betrifft der Verzicht in erster Linie die Gebiete der Genussmittel und der Sexualität. Dazu kommen noch Methoden zur geistigen und körperlichen Stärkungen. In einigen Fällen sind dies auch Übungen im Ertragen von Schmerzen.

In der heutigen Sprach-Benutzung wird die Bedeutung der Wörter Askese, Asket und asketisch im allgemeinen Sinne auf den Punkt einer freiwilligen Enthaltsamkeit eingegrenzt, die im Sinne der Erreichung eines als wertvollen geltenden Ziels ausgeführt wird. Dafür können philosophische oder auch religiöse Motive in die hintere Umgebung treten oder auch ganz wegfallen.

Askese Formen

Mögliche Formen des Lebens in der Askese:

  • Zeitraum-bedingter oder andauernder Verzicht auf alle oder auf einige Genussmittel und insbesondere auch den Verzicht von Rauschmitteln
  • sexuelle Enthaltsamkeit (zeitlich begrenzt oder auch dauerhaft lebend im Zölibat)
  • Nahrungsaskese (Beschränkung der Ernährung oder Fasten auf das lebensnotwendige)
  • Schlafentzug
  • Verzicht auf die Körperpflege (beispielsweise Bart- und Haare schneiden, waschen) und der Kosmetik
  • harte Schlaforte
  • freiwilliges Aushalten von Hitze und Kälte
  • Verzicht auf Besitztum, freiwillige Armut
  • Gehorsam gegenüber einer esoterischen Autoritätsperson, zum Beispiel einem Abt oder Mönch
  • Einordnung in die Disziplin der Gruppe einer weltanschaulichen oder religiösen Gemeinschaft, die den Verzicht auf die Befriedigung von persönlichen Bedürfnissen fordert
  • Einschränkung der Bewegungsfreiheit (Einsiedlerzelle, Klausur)
  • Kommunikationsverzicht (Schweigegelübde)
  • Heimatlosigkeit (Bettelmönch, Wanderasketen)
  • Kaihogyo (Laufaskese, Gipfelumkreisungs-Askese)
  • körperliche Wunden und Schmerzen, der die Asketen sich selber zufügen, als Sonderform der Askese

Unser Tipp: In Klostern besteht die Möglichkeit so ähnlich wie ein Asket zu leben. Dabei besteht der Verzicht vor allem auf die Sexualität und auf die Körperpflege und der Verzicht auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel.

Fazit: Die Askese ist die Beschränkung oder Verzicht besonders auf die Genussmittel und auf die Sexualität. Gerade gläubige Menschen leben wir die Asketen. Besonders Mönche und Priester leben und Nonnen im Zölibat (sexuelle Enthaltsamkeit). Aber auch immer Menschen verzichten auf bestimmte Dinge, um sich wohler zu fühlen und um disziplinierter zu werden.

Vorauf könntest Du am ehesten Verzichten? Was hältst Du von den Lebensweisheiten der Asketen?

Lese Dir gerne auch den Artikel Glaube zu diesem Thema durch.