Anleihen – Firmen & Unternehmen

Anleihe

Anleihe

Eine Anleihe (Schuldverschreibung) zählt für eine Firma oder Unternehmung zu den üblichen Mitteln der Beschaffung von Fremdkapital. Man verbrieft einen Rückzahlungsanspruch und Zinszahlungen in bestimmter Höhe als Entgelt für die Überlassung des Kapitals. Währenddessen ein Investor durch den Erwerb von Aktien (Mit-) Eigentümer der Firma wird, sind die Inhaber von Anleihen die Gläubiger.

Gegensatz Kredit

Im Gegensatz zu Krediten wird eine Anleihe im Prinzip öffentlich verkauft, sodass jedermann dem Verkäufer der Anleihe Kapital für die Dauer der Laufzeit überlassen kann. Diese unterscheiden sich durch eine abweichende Kondition wie verschiedene Laufzeiten, den Währungen, in denen sie gekauft und zurückgezahlt werden, sowie in der Art der vom Schuldner zu erbringende Verzinsung.

Die Anleihen werden nach der Art der Verzinsung in festverzinsliche Wertpapiere, strukturierte Wertpapiere und Floater unterschieden. Bei strukturierten Wertpapiere ist die Höhe der Verzinsung vom Eintritt bestimmter Geschehnisse abhängig, die von sehr unterschiedlicher Natur sein können, zum Beispiel von speziellen Wachstumsraten oder spezieller Kursständen von Aktienindizes. Zudem kann sich der Umfang der Tilgung einer strukturierten Anleihe  nach solchen Kriterien richten.

Kurs & Nominalwerte

Der Kurs einer Anleihe wird in Prozent des Nominalwertes angegeben. Ein Beispiel: Wenn sich bei einer Anleihe zu 105 %, so muss der Käufer für einen Nominalwert von 1000 Euro dann 1050 Euro zahlen. Der Kauf an der Börse richtet auch nach der Stückelung der Anleihen, die meistens 1000 oder auch 50.000 Geldeinheiten (je nach Währung der Anleihen) beträgt. Das heißt, dass mindestens eine Nominale in dieser Höhe gekauft werden muss, zumeist auch, dass eine größere Nominale nur in angemessenen Punkten gekauft werden kann.

Generell gilt, das Zins- und Tilgungszahlungen für erwerbbare Anleihen Vorrang vor Devidiendenverpflichtungen haben und die Nicht-Bedingung zur Pleite führen kann. Unterdessen haben die Spielregeln am Aleihenmarkt in kurzer Zeit deutlich geändert. So sind mit der Einführung der strukturierten Anleihen die Zinszahlungs- und Tilgungsmöglichkeiten vielfältiger geworden.

Die Anleihenkäufer sollten sich von daher nach der Möglichkeit im Vorfeld Informationen darüber besorgen, ob eine Anleihe auch strukturierte Faktoren beinhaltet. Durch die Verbriefung von herkömmlichen Krediten wurde zudem die Grenze zwischen privatem Kredit und öffentlicher Anleiheschuld verwischt.

Der Anspruch auf Zinsen bei Anleihen wird auch als Kupon bezeichnet. Diese Bezeichnung stammt noch aus Zeiten, wo Anleihen noch in gedruckter Form ausgegeben wurden. Um die Zinszahlung zu erhalten, mussten an der Urkunde befindlichen Marken (Kupons) beim Schuldner oder des Geldinstituts abgeben werden. Der Vorgang der Ausgabe von Anleihen wird mit als Begebung oder auch Emission bezeichnet.

Unser Tipp: Wichtig ist sich ein Limit beim Kauf von Anleihen zu setzen und Geduld zu haben, wie auch bei Aktien. Auch sollte man seine Anleihen am besten an Börsen, wie in Frankfurt oder auch bei Regionalbörsen kaufen.

Fazit: Eine Anleihe ist eine Schuldverschreibung, von Firmen und Unternehmungen, die man als Privatperson kaufen kann. Das heißt, die Firma bekommt mehr Fremdkapital. Eine Anleihe unterscheidet sich von Krediten, weil die Anleihen öffentlich angeboten und auch verkauft werden. Anleihen werden auch von Geschehnissen am Markt und auch bei den Firmen mit beeinflusst.

Wie findest Du Anleihen? Welche Vorteile siehst Du in Anleihen an Firmen gegenüber Staatsanleihen?

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