Aktonäre

Aktionäre

Aktionäre oder auch Anteilseigner (englisch: Shareholder) sind die Inhaber eines in einer Aktie verbrieften Anteils am Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (Kommandit-Aktionär) und somit mitgliedschaftlich an ihr beteiligt.

Die Stellung als Aktionär kann durch die Gründung einer AG (originärer Erwerb) am Primärmarkt oder durch den Kauf am Sekundärmarkt bzw. durch Erbgang (derivativer Erwerb) erlangt werden. Aktionäre können sowohl natürliche als auch juristische Personen sein. Die Shareholder zählen zu den internen Shakeholdern einer Firma.

Rechte und Pflichten der Aktionäre

Das Grundkapital der AG ist nach § 1 Abs. 2 AktG in Aktien zerlegt. Die Aktie ist demnach ein Wertpapier. In welchem die Rechte und Pflichten des Aktionärs verbrieft sind.

  • allgemeine Mitgliedschaftsrechte: Die Mitgliedschaftsrechte des Aktionärs unterteilt man in Verwaltungsrechte (Herrschaftsrechte) und Vermögensrechte. Zu den Verwaltungsrechten gehören unter anderem:
    • das Recht auf die Teilnahme an der Hauptversammlung.
    • das Recht zu Anfechtung von Hauptversammlungsbeschlüssen (§ 243 AktG).
    • das Auskunftsrecht laut “ 131 AktG.

Demgegenüber fasst man unter dem Begriff der Vermögensrechte:

  • Das Bezugsrecht bei einer Bezugsrechtsemission (§ 186 Abs. 1 und § 211 AktG),
  • Der Anspruch au den Anteil am Bilanzgewinn (sogenannte Dividende (§ 58 Abs. 4 und § 60 AktG),
  • Der Rückzahlungsanspruch bei einer Kapitalherabsetzung (§ 225 Abs. 2 AktG),
  • Der Anspruch auf Beteiligung am Liquiditätsgewinn (§ 271 AktG) und
  • Unterschiedliche Ausgleichs-, Umtausch- und Abfindungsansprüche im Umwandlungs- und Konzernrecht.

Die Klagerechte der Aktionäre

Das deutsche Aktienrecht ist von der Eigenart geprägt. Dass der Aktionär zwar die Chance hat, Anfechtungs- oder Nichtigkeitsklage gegen Beschlüsse der Hauptversammlung zu erheben. Dieser aber grundsätzlich keine Leistungs- und Schadensersatzansprüche gegen seine Mitaktionäre und die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrat hat. Diese begrenzend Einstellung gegenüber Klagerechten der Anteilseigner beruht zum einen auf dem Gedanken. Dass die Aktionäre und Organmitglieder lediglich mit der Gesellschaft in Rechtsbeziehungen stehen. Anteilseigner üben ihre Rechte in der Regel nicht einzeln, sondern in der Hauptversammlung aus (§ 118 Abs. 1 AktG).

Des Weiteren sollte die Entscheidungsfreude und Eigenverantwortlichkeit der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder nicht durch eine allzu simple Haftung gegenüber den Aktionären gefährdet werden. Im Recht sind – abgesehen von Anfechtungs- und Nichtkeitsklage – bloß wenige Klagerechte für Anteilseigner erfasst worden.

Abgesehen von Einzelansprüchen können auch Unterlassungs- und Beseitungsklagen von einem Aktionär bloß ausnahmsweise erhoben werden. Nämlich nur dann, wenn die Gesellschaftsorgange über das durch Gesetz der Satzung gedeckte Maß hinaus die Mitgliedschaftgsrechte des Aktionärs beeinträchtigen. Die Verpflichtungsklagen, die das Ziel haben, Aufsichtsratsmitglieder zu bestimmten Entscheidungen oder Handlungen zu zwingen. Diese sind generell unzulässig. Weil sie die Unabhängigkeit der Leitungsorgane gefährden würden. Schadensersatzklagen gegen pflichtwidrige handelnde Organmitglieder sind der Gesellschaft vorbehalten. Der Vorstand macht Schadensersatzansprüche gegen Aufsichtsmitglieder geltend. Und der Aufsichtsrat macht Schadensersatzansprüche gegenüber den Vorstand geltend. Daneben haben die Aktionäre unter den engen Voraussetzungen die Möglichkeit,  ein Klage-Erzwingungs-Verfahren einzuleiten.

Unser Tipp für Aktionäre:

Jeder Aktionär hat eine sogenannte Treuepflicht zu erfüllen. Diese bezeichnet allgemein die Rücksichtsnahme- und Loyalitätsplfichten der Beteiligten an einer Gesellschaft.

Fazit: Die Aktionäre sind die Anteilseigner an einer Aktie von einem börsen-orienten Unternehmen. Also einem Unternehmen, dass ferner als Rechtsform eine Aktiengesellschaft aufweist. Ein Aktionär hat eine sogenannte mitgliedschaftliche Anteilnahme an so einer Aktie. Man kann ein Aktionär werden in dem man eine AG gründet. Oder hierzu durch den Erwerb am Sekundärmarkt oder auch durch ein Erbe. Die Aktionäre können sowohl juristische als zweitens auch natürliche Personen sein.

Wie findest den Handel mit Aktien? Welche Vorteile siehst Du in Investments von Wertpapieren und Anleihen?

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