Abergläubisch – Zeichen von Angst

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Es gibt viele Menschen, die abergläubisch sind. Auch in vielen Ländern gibt es den Aberglaube. Zum Beispiel ist es ein Aberglaube, dass Freitag, der 13. des Monats Pech bringen würde oder auch das Scherben Glück bringen würde. Ein weitere Aberglaube ist, dass es Pech bringt, wenn einem ein Spiegel kaputt geht.

Wichtig zunächst einmal zu klären, was ein Aberglaube ist.

Ein wichtiger Aspekt vom abergläubisch sein, ist unsere Neigung, einen ursächlichen Zusammenhang dort zu unterstellen, wo zwei Ereignisse zufällig zusammentreffen.

Wenn ich zum Beispiel von jemanden angerufen werden, an den ich gerade gedacht habe, dann sage ich mir: Das kann doch kein Zufall sein. Man kommt dann rasch auf den Gedanken, das Denken an den Anrufer müsse diesen veranlasst haben, mich anzurufen.

In diesem sehr allgemeinen Sinne sind wir alle abergläubisch.

Der Glaube an Übersinnliches hat wenig mit Intelligenz oder dem Bildungshintergrund zu tun. Abergläubisch zu sein, ist unter ungelernten Hilfsarbeitern fast genauso stark verbreitet wie unter den Akademikern. Die Neigung, bedeutungsvolle Zusammenhänge in Geschehnisse gedanklich hinein zuprojizieren, ist eine grundlegende biologische Eigenschaft. Frühe Experimente vom Psychologen Burrhs Frederich Skinner zeigten dies im Tierreich auf.

Dieser gab hungrigen Tauben in unregelmäßigen Abständen immer wieder Futterkörner zu fressen. Die Tiere suchten instinktiv nach einer Ursache für den Futtersegen und entwickelten daraufhin sogenannte abergläubische Verhaltensweisen. Einige Tiere hatten etwa immer dann zufällig auf einem Bein gestanden, wenn sie in den Genuss vom Futter gekommen waren. Daraufhin fingen sie an, vermehrt auf einem Bein zu stehen.

Die neuropsychologischen Experimente haben inzwischen gezeigt: Der Glaube an Übersinnliches oder Außersinnliches hat seine Quelle in einer übertriebenen Bereitschaft, Assoziationen zu gestalten. So deuten abergläubische Personen in die an sich bedeutungslosen Tintenkleckse vom psychologischen Rorschach-Tests viel mehr hinein als der ungläubige Mensch. Ein anderes psychologisches Beispiel belegt das Experiment in der stärkeren Assoziationsbereitschaft.

Die Versuchspersonen hörten das Wort Mähne, es vergingen manche Millisekunden, bis im Gehirn automatisch der Begriff Löwe aktiviert wurde. Die Länge dieses Zeitraums ist unabhängig vom Glauben der Versuchspersonen an übersinnliches.

Anders ist die Sachlage jedoch, wenn man die Zeit bis zur Aktivierung des bedeutungsmäßigen weiter entfernten Begriff „Tiger misste. Der Zeitraum bis zu der Assoziation ist bei den Personen kürzer, die an Übersinnliches glauben. Die abergläubischen Personen assoziieren, als bestimmt dann rascher als ungläubige Menschen, wenn die Begriffe, die verknüpft werden sollen, bedeutungsmäßig weiter auseinander liegen.

Die abergläubischen Menschen stellen oft leicht Bezüge her. Diese Eigenschaft haben sie mit kreativen Menschen gemeinsam. Die Kreativität zeichnet sich besonders durch die Eigenschaft aus, über übliche Kategorien- Grenzen hinweg zu assoziieren. Man denke dabei nur an den Traum einer sich in den Schwanz beißenden Schlange, die den Chemiker Friedrich August Kekule auf die Ringstruktur vom Benzolmolekül aufmerksam machte. Diese „kreative“ Seite vom Aberglaube könnte die Ursache sein, warum Kekule trotz aller unbestrittenen Nachteile evolutionär überlebt hat.

Unser Tipp: Der Aberglaube hat oft mit Angst zu tun und wird deshalb auch oft so stark wahrgenommen, deshalb ist sinnvoll sich mit einigen Beispielen vom Aberglauben zu lösen, um weniger Angst vor bestimmten Dingen zu haben.

Fazit: Abergläubisch zu sein, ist für viele Menschen normal. Diese zeichnen aufgrund von Experimenten sich mit einer hohen Kreativität fördert, die den Aberglauben stärken wirken lassen, als bei Menschen, die nicht an den Aberglauben glauben. Mehrere Experimente haben auch bewiesen, dass selbst Tier an Übersinnliches und nicht natürliches auf der Welt glauben können. Der Aberglaube ist eine Neigung, bei dem zwei Geschehnisse unterstellt werden, sie würden miteinander zusammenhängen. Wie findest Du den Aberglaube? Glaubst Du selber an Übersinnliches oder bist Du ein rational denkender Mensch?

Lese Dir gerne auch den Artikel Glaube zu diesem Thema durch.